URL-Spoofing ist eine im World Wide Web angewendete Methode, um dem Besucher einer Website in betrügerischer Absicht eine falsche Identität vorzuspiegeln bzw. die tatsächliche Adresse der Seite zu verschleiern.
So kann dem Besucher beispielsweise vorgegaukelt werden, er befände sich auf der Seite
in Wahrheit wird stattdessen die Adresse
http://register.google.com@192.168.0.1
aufgerufen.
Möglich wird das URL-Spoofing durch Sicherheitslücken in Webbrowsern. So funktionierte im Dezember 2003 (heise security Meldung) das Spoofen der URL in einem voll gepatchten Internet Explorer. Doch auch Mozilla hatte Ende 2003 dasselbe Problem (heise online Meldung), das erst mit Version 1.6 behoben wurde. Nachdem das Problem Anfang 2004 zunächst behoben schien, tauchten im April 2004 erneut Exploits (heise online Meldung) auf, die im Internet Explorer, Opera 7.2, KDEs Konqueror 3.1.3 und Apples Safari funktionierten. Lediglich Mozillas Browser waren diesmal nicht betroffen.
Als URL-Spoofing kann man auch folgendes bezeichnen: Manche Seiten verlangen für deren Dienste Bezahlung. Bei gespooften Webseiten kann man durch die Eingabe einer bestimmten URL allerdings diese Bezahlung unwirksam machen und so auf evtl. nicht jugendfreien Inhalt zugreifen.