Wer seine Fotos und MP3s auf CDs oder DVDs vermeintlich gut gesichert hat hat, kann in einigen Jahren eine böse Überraschung erleben. Die CDs oder DVDs sind nicht mehr lesbar. Für die Langzeitarchivierung gibt es ein besseres Medium: die weit gehend unbekannte DVD-Ram.
Das brennen wichtiger Daten auf CDs oder DVDs ist keine wirkliche Datensicherung da die Hersteller nur eine Garantie von 10 Jahren auf die Lesbarkeit gewähren und das auch nur wenn die Medien optimal gelagert werden! Nur die DVD-RAM kann die Daten bis zu 30 Jahre lang sicher Speichern!
Als DVD-RAM wird eines der drei wiederbeschreibbaren DVD-Formate bezeichnet, das sich gegenüber den anderen beiden durch seine bessere Wiederbeschreibbarkeit und Datensicherheit auszeichnet. Die DVD-RAM wird sowohl bei Computern als auch in Camcordern und Festplattenrekordern verwendet.
Zuerst gab es nur reine Abspiel-DVDs wie die DVD-Video, DVD-Audio und die DVD-ROM. Daneben sollte es ursprünglich nur für den Computerbereich auch ein wiederbeschreibbares DVD-Format geben, die DVD-RAM. Das „-RAM“ steht für „Random Access Memory“. Inzwischen wird die DVD-RAM aber auch besonders erfolgreich für andere Bereiche wie etwa Video eingesetzt.
Die DVD-RAM ist zwar das älteste wiederbeschreibbare DVD-Format, aber sie ist weniger verbreitet als die beiden anderen wiederbeschreibbaren DVD-Varianten DVD-RW und DVD+RW. Das liegt daran, dass die Mitglieder der Industrievereinigung DVD Forum sie zwar 1996 gemeinsam abgesegnet hatten, aber aus verschiedenen Marktinteressen die DVD-Formate DVD-RW und DVD+RW zusätzlich einführten. Beide Konkurrenzformate basieren ebenfalls auf der Phase-Change-Technologie, aber sie weisen einige Einsparungen auf, die zu Lasten einer guten Wiederbeschreibbarkeit und Datensicherheit gehen. Die beiden DVD-Varianten DVD-RW und DVD+RW werden im Folgenden kurz als DVD±RW bezeichnet.
Die ersten Geräte zur DVD-RAM kamen 1997 auf den Markt. Seit 2002 erlangt die DVD-RAM eine steigende Marktbedeutung, weil sie sich im Bereich DVD-Videorekorder und DVD-Camcorder aufgrund ihrer Vorteile in der problemlosen Wiederbeschreibbarkeit und einfacheren Handhabung gegenüber DVD±RW als Standard etabliert hat. Über die größere Verbreitung der DVD-RAM sind die Medienpreise gesunken, so dass sie inzwischen auch für den Einsatz im Konsumentenbereich für Backups von Computerdaten interessant ist. Die größere Marktbedeutung der DVD-RAM im Computerbereich ist auch daran erkennbar, dass der frühere bekennende Verfechter der DVD-RW, der Hersteller Pioneer, inzwischen auch DVD-Brenner anbieten muss, die DVD-RAM verarbeiten können.
Im Computerbereich ist über die tatsächliche Verbreitung der DVD-RAM in der Anwendung keine exakte Angabe möglich, weil seit 2004 die DVD-Brenner, die auch DVD-RAM schreiben können, nur als sogenannte Super-Multi-Brenner angeboten werden. Ein Super-Multi-Brenner ist ein Gerät, das alle DVD-Formate verarbeiten kann. Diese DVD-Brenner werden seit 2004 zu ähnlichen Preisen angeboten wie gute DVD±RW-Brenner (ohne DVD-RAM) und überzeugen durch ihre technischen Leistungsdaten auch Kunden, die den DVD-Brenner ausschließlich nur für DVD±R und DVD±RW nutzen. Deutlichstes Kennzeichen dieser Situation ist, dass einige Händler zwar DVD-RAM-fähige Brenner verkaufen, aber nur DVD±R-Rohlinge und DVD±RW-Medien anbieten und keine DVD-RAM-Medien.
Diese Situation ist eingetreten, da die Hersteller von DVD-RAM-Geräten kaum Öffentlichkeitsarbeit für die DVD-RAM leisten. Zum Beispiel finden sich auf den Internetseiten der Hersteller im Regelfall keine aufklärenden Darstellungen über die Vorteile der DVD-RAM. Auch in den Anleitungen der Geräte fehlen solche Darstellungen. DVD-RAM wird daher im Computerbereich nur von Insidern benutzt, obwohl sie eine viel größere Datensicherheit und eine einfachere Handhabung erlauben als eine DVD±RW.